Mo 02.07.2018

Klimafreundlich mit dem Rad von A nach B – das Rad hat als alltägliches Verkehrsmittel längst in Tirol Einzug gehalten.


Ob mit Rennrad, Faltrad, E-Bike oder Lastenfahrrad - so unterschiedlich die Drahtesel der Tirolerinnen und Tiroler auch sind, so einhellig ist deren Botschaft: Fahrradfahren ist voll im Tiroler Alltag angekommen. Laut einer VCÖ Studie fahren immerhin 28% häufig und 56% gelegentlich mit dem Stahlross ihrer Wahl quer durchs ganze Land. Von Zuhause in die Arbeit, vom Einkaufen nach Hause oder einfach um Freunde zu besuchen: Für viele Mobilitätsbedürfnisse ist das Fahrrad mittlerweile das bevorzugte Verkehrsmittel. Radfahren ist sowohl ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, als auch zur eigenen Gesundheit. Täglich 30 Minuten Bewegung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation. Was liegt also näher, als das Gesunde mit dem Nützlichen zu verbinden und etwa mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren oder auch die geplante Sonntagsausfahrt von der Benzinkutsche auf das Fahrrad zu verlegen.

Das Klimabündnis Tirol bemüht sich auf vielfältige Art und Weise, Fahrradfahren als alternative Mobilitätsform verstärkt ins Bewusstsein zu rufen. Mit Initiativen wie dem Tiroler Fahrradwettbewerb sollen gemeinsam mit dem Land Tirol und 362 Veranstaltern vor Ort noch mehr Menschen fürs Radeln und für nachhaltige Mobilität begeistert werden. Schon bis Ende Juni setzten fast 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eindrucksvolles Zeichen für den Klimaschutz, indem sie für ihre Heimatgemeinde, ihren Arbeitgeber, ihren Verein, ihre Bildungseinrichtung oder ganz einfach für sich selbst unermüdlich Kilometer sammeln und so direkt zur Verkehrsentlastung und Lebensqualität beitragen. Alleine im Rahmen des Tiroler Fahrradwettbewerbs wurde heuer bereits jetzt die Erde über 60 Mal umrundet. 215.000 kg CO2 konnten so in allen Regionen Tirols eingespart werden.

Mobilität neu zu denken bedeutet insbesondere Gewohnheiten zu hinterfragen und die einzelnen Verkehrsträger intelligent und flexibel zu kombinieren. Nicht jede Autofahrt lässt sich vermeiden, aber jede Autofahrt lässt sich hinterfragen. Großes Verbesserungspotential gibt es vor allem auf Kurzstrecken. 40% der Autofahrten sind laut VCÖ kürzer als 5 Kilometer, bei jeder 14. Autofahrt ist das Ziel sogar weniger als einen Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt. Gerade auf solchen Strecken das Fahrrad mehr in Betracht zu ziehen, kann im Zusammenspiel mit einem attraktiv ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz den Anteil der klimafreundlichen Verkehrsträger wesentlich steigern.

Spätestens ab dem 22. September, wenn die UCI Straßenrad WM in Tirol über die Bühne geht, wird Radfahren in aller Munde sein. Den Schwung der Radsportlerinnen und Radsportler in das alltägliche Mobilitätsverhalten mitzunehmen ist eine tolle Gelegenheit, einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil zu fördern.

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