Mo 23.07.2018

LottoNL-Jumbo setzt auf Höhentraining in Kühtai


© Innsbruck Tourismus / Tirol Werbung / Alpsolut

Nur 24 Einwohner hat Kühtai auf 2.020m Seehöhe nahe Innsbruck. Bekannt ist der malerische Ort vor allem für seine Wintersportkompetenz als einer der höchstgelegenen Skiorte Österreichs. Mit dem erfolgreichsten niederländischen Rennrad-Profi-Team LottoNL-Jumbo, der niederländischen Nationalmannschaft rund um Olympiasiegerin Anna van der Breggen oder Österreichs Zeitfahrmeister Georg Preidler hält nun aber auch die Rennrad-Elite Einzug im Tiroler Bergdorf.

Bereits im letzten Jahr setzte das Team LottoNL-Jumbo beim Höhentrainingslager für die zweite Saisonhälfte auf die Region Innsbruck. Die perfekte Höhenlage auf rund 2.000m Seehöhe, vielfältige und abwechslungsreiche Passstraßen, aber eben auch flache Strecken, die leicht zu erreichen sind, sprechen für Kühtai. Dazu kommen noch die Möglichkeiten, die das Höhenleistungszentrum Kühtai Topathleten aller Sportarten bietet.

Kein Sieg ohne Höhentraining
Tour of the Alps Etappenzweiter, der Neuseeländer George Bennett betont die Bedeutung derartiger Trainingscamps: „Ich würde behaupten, dass jeder der Topfahrer bei Vuelta de España und Tour de France vorher ein Höhentrainingslager absolviert hat. Du kannst bei den Grand Tours nur erfolgreich sein, wenn du in der Höhe trainiert hast. Beim Training auf über 2.000 Metern Seehöhe werden im Körper Reserven gebildet, die im Wettkampf den Unterschied ausmachen können.“ Begeistert zeigt sich der Kletterer Bennett nicht nur von den steilen Anstiegen rund um Kühtai, sondern vor allem auch vom einzigartigen Panorama der Bergwelt: „Wir sind gestern die Route des Ötztaler Radmarathons über den Brenner- und Jaufenpass bis zum Timmelsjoch gefahren. Insgesamt über 200 km und knapp 4.500 Höhenmeter – und trotzdem haben wir ständig angehalten, um Fotos zu machen. Auch die Aussicht bei einer einfachen Kaffeepause ist hier in Tirol immer wieder atemberaubend.“

Rad Elite gibt sich die Klinke in die Hand
Das niederländische Damen-Nationalteam rund um Olympiasiegerin Anna van der Breggen hat in diesem Jahr ebenfalls bereits ein Höhentrainingscamp in Kühtai absolviert. Derzeit ist auch Österreichs Zeitfahrmeister von 2017 und 2018, Georg Preidler vom Team Groupama-FDJ, in Kühtai einquartiert und nützt die ausgezeichneten Verhältnisse für Trainingseinheiten. Der amtierende Vize-Weltmeister im Einzelzeitfahren Primož Roglič, der als einer der Favoriten für die WM in Tirol gilt, wird vermutlich Mitte August sein Lager in Kühtai aufschlagen.

Der Großteil des niederländischen Profi-Teams wird nur noch bis morgen in Tirol bleiben. Vorher steht aber noch die Besichtigung des schwierigsten Abschnitts der UCI Straßenrad WM 2018 am Programm. Die „Höll“ in Innsbruck ist das steilste Teilstück der vom 22. bis 30. September stattfindenden Rad WM in Tirol und zugleich die Schlüsselstelle des Straßenrennens Herren Elite. Mit bis zu 28% Steigung ist dieses Teilstück der Strecke die wohl größte sportliche Herausforderung der WM. Der Kletterer Bennett blickt dem Großereignis jedenfalls voller Vorfreude entgegen: „Ich liebe die Streckenführung für das Straßenrennen Herren Elite. Eine der besten Routenführungen seit Jahren. Mein Ziel ist es die Top 10 zu erreichen. Unabhängig von der Platzierung, eines ist jedenfalls klar: Wir werden leiden.“

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