Fr 04.05.2018

Mit Tour de Romandie-Gewinner Primoz Roglic am Absprung


Von Genf direkt nach Innsbruck: Der Slowene Primoz Roglic stand am Sonntag noch auf dem Siegerpodest der Tour de Romandie in der Westschweiz – seit Dienstag erkundet er die Strecken für die UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol, die von 22. bis 30. September stattfindet. Doch nicht nur die Radrennstrecken haben es dem aktiven Lotto NL Jumbo-Fahrer angetan: Als ehemaliger Skispringer stattete er auch der Bergisel-Sprungschanze einen Besuch ab.

Primoz Roglic auf Erfolgskurs: Nachdem er schon Anfang April die Baskenland-Rundfahrt gewonnen hat, konnte er vergangenen Sonntag die Tour de Romandie für sich entscheiden. Urlaub am Strand gibt es aber zur Feier keinen, denn Roglic ist im vollen Trainingsmodus. Bevor er im Juli bei der Tour de France antritt, gilt es für ihn Mitte Juni die Tour of Slovenia, die er 2015 schon gewonnen hat, zu bestreiten. Nach dem Aufenthalt in Tirol geht es für ihn nach Frankreich. „Ich nutze diese Tage, um die Strecken für die WM und um einige Teilstrecken der Tour de France zu erkunden. Die Strecke für das Straßenrennen der Herren Elite habe ich gestern schon befahren – vor allem das Höhenprofil gefällt mir hier sehr“, so Roglic. 

Sportliches Ausnahmetalent
Mit dem Rennradfahren hat Roglic vor sechs Jahren angefangen, nachdem er seine Skisprungkarriere beendet hat. Dass Roglic ein sportliches Ausnahmetalent ist, hat er sowohl im Skispringen, als auch im Radsport bewiesen: Bei der Junioren Weltmeisterschaft im Skispringen 2007 in Planica hat er mit dem Slowenischen Nationalteam Gold geholt. Zehn Jahre später, beim Einzelzeitfahren der UCI Straßenrad WM in Bergen, konnte er sich den Vize-Weltmeistertitel sichern. Bei der letztjährigen Tour de France hat der 28-jährige außerdem die Etappe von La Mure nach Serre-Chevalier, die einige der ruhmreichsten Anstiege der gesamten Tour aufweist, gewonnen.

Beim Skispringen geht es steil nach unten, in der „Höll“ geht es mit 28% Steigung steil nach oben – für Roglic stellen beide Szenarien eine ganz eigene Herausforderung dar: „Abwärts zu springen ist natürlich leichter, als aufwärts zu fahren – allerdings ist es auch viel gefährlicher. Die Höll wird hingegen eine spannende Herausforderung, die einem wirklich alles abverlangt.“ In Hinsicht auf die mentale Vorbereitung auf das Skispringen und das Rennradfahren sieht Roglic keine großen Unterschiede: „Worauf es ankommt ist, dass man an sich selbst glaubt – das ist für beide Sportarten gleichermaßen gültig.“

Wiedersehen mit Innsbruck
Die Bergisel-Sprungschanze kennt Primoz Roglic noch aus seiner Zeit als aktiver Skispringer: „Ich bin selber schon auf dieser Schanze gesprungen. Das Gefühl, als Besucher wieder hier zu sein, ist großartig. Ich hatte auch schon Zeit, Innsbruck besser zu erkunden. Die Altstadt mit der Kulisse der beschneiten Gipfel im Hintergrund gefällt mir wirklich sehr.“ 

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