Fr 31.08.2018

Primož Roglič verzichtet auf Einzelzeitfahren bei der Rad-WM 2018


Der Lotto-NL-Jumbo-Fahrer Primož Roglič, Shooting-Star der internationalen Radsportszene und einer der Favoriten im Vorfeld des Einzelzeitfahrens der Elite-Herren bei der UCI Rad-WM 2018 in Innsbruck-Tirol, verzichtet laut eigenen Angaben auf einen Start beim Einzelzeitfahren, um sich voll und ganz auf das Straßenrennen zu konzentrieren.

Roglič absolvierte vor Kurzem ein Höhentrainingslager im Kühtai (2020m) in der Nähe von Innsbruck, wo seine Kollegen vom Team Lotto NL-Jumbo bereits früher in diesem Jahr trainiert haben. In einem Interview mit den Organisatoren bestätigte der Slowene seine Entscheidung: „Ich habe mich vor etwa zehn Tagen dazu entschlossen, weil ich nach der Tour [de France] Probleme mit dem Ellenbogen hatte. Ich musste mir nach einem Sturz einen Stein daraus entfernen lassen. Eine Woche später trat eine Entzündung auf und die Wunde musste erneut geöffnet werden. Ich bin immer noch nicht auf meinem Zeitfahrrad gesessen und kann daher nicht so trainieren, wie es für ein gutes Ergebnis erforderlich wäre. Ich gehe [nur] dann an den Start, wenn ich eine Chance auf den Sieg habe. Also werde ich auf das Rennen verzichten.“

Der 28-jährige Viertplatzierte der diesjährigen Tour de France sagte, dass er sich stattdessen voll und ganz auf das Straßenrennen der Elite-Herren konzentrieren will: „Ich fahre beim Straßenrennen mit. Das wird sicherlich eine Herausforderung, aber eine, die ich gerne annehme. Es ist ein wirklich langes Rennen, wo mit Sicherheit viel passieren wird. Ich habe bisher nie wirklich bei einem WM-[Straßen]Rennen um einen Platz gekämpft. Deswegen wird es, wie schon gesagt, eine echte Herausforderung. Die Strecke ist schwierig, vor allem der letzte Anstieg. Es wird ein echter Kampf werden, wenn wir ihn ganz zum Schluss in Angriff nehmen. Ich bin heute drei Mal hochgefahren, und es war wirklich hart.“

Roglič freut sich schon auf viele slowenische Besucher bei der WM sowie eine tolle Veranstaltung. Die guten, breiten Straßen werden von begeisterten Fans gesäumt, die die Fahrer kräftig anfeuern: „Natürlich ist es ein Vorteil, dass wir dieses Mal so nah an Slowenien sind. Und wir brennen natürlich darauf, für alle Teammitglieder ein bestmögliches Ergebnis herauszuholen. Was kann ich also noch sagen außer: Kommt vorbei und jubelt uns zu, dann werden wir unser Bestes geben.“

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