Mo 03.09.2018

Mit Vorbereitung wird die WM zum Volksfest


Wenn von 22. bis 30. September die Weltelite des Straßenradsports in Innsbruck-Tirol zu Gast ist, bedeutet dies für die Bevölkerung Einschränkungen im täglichen Leben. Zeitgleich ist die UCI Straßenrad WM 2018 die Chance, ein einzigartiges Radsportfest in Tirol mitzuerleben, die erfolgreichen österreichischen Radprofis bei der Heim-WM anzufeuern und bei tollen Konzerten im Zielgelände der WM Festivalstimmung zu genießen. VVT, IVB, der ÖAMTC und Veranstalter machen mit Apps und allen wichtigen Informationen online die Vorbereitung auf die Event-Woche leicht. Zusätzlich startet mit Schulbeginn eine große Info-Kampagne und auch das Call-Center der Rad WM ist seit Anfang September mit längeren Öffnungszeiten erreichbar.

„Vorbereitung ist das Um und Auf für die Rad WM-Woche – nicht nur für die am Event beteiligten Personen, sondern für alle Tirolerinnen und Tiroler“, bringt es Oberst Markus Widmann, Gesamt-Einsatzleiter der Polizei auf den Punkt. Die Polizei selbst arbeitet mit dem Veranstalter und der Abteilung Verkehrsrecht des Landes Tirol nämlich bereits seit über einem Jahr an den Strecken und den Herausforderungen, die die Routenführung der Rad WM mit sich bringt. Ein mobiles Begleitkommando der Polizei sowie Streckenposten der Polizei, der Feuerwehr und des Veranstalters sorgen für die Sicherheit der Rennteilnehmer und Besucher. Ziel ist es, die Einschränkungen für die Bevölkerung nur auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken, dennoch wird um Verständnis und Geduld gebeten, wenn es Sperren oder Verzögerungen gibt. Über die aktuelle Verkehrslage wird die Polizei an den Renntagen laufend informieren. Josef Haselwanter, Projektleiter für die Rad WM in der Abteilung Verkehrsrecht ergänzt: „Seit Ende Mai sind alle Verkehrsverhandlungen abgeschlossen. Alle Streckenabschnitte der Rad-WM sind behördlich abgenommen und wird grünes Licht für die Bewilligung gegeben. Jetzt laufen noch Abstimmungsgespräche auf allen Ebenen. Bereits seit Februar sind die Rahmensperrzeiten für alle Gemeinden Tirols online verfügbar. Außerdem wurden die Gemeinden bereits im Juni punktgenau über Einschränkungen in ihrem jeweiligen Gemeindegebiet informiert. Nächste Woche wird zudem nochmal eine Vorlage für eine Postwurfsendung an alle Gemeinden versandt. Wir ersuchen dabei die Gemeinden, die Bevölkerung auf die zu erwartenden Einschränkungen hinzuweisen.“ Die Sicherheit und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sind trotz Verkehrseinschränkungen jedenfalls gewährleistet. Blaulichtfahrzeuge haben nämlich immer freie Fahrt. Auch die Klinik Innsbruck, das Landeskrankenhaus Hall sowie die Bezirkskrankenhäuser in Schwaz und Kufstein sind zu jeder Zeit erreichbar.

ÖAMTC ist Mobilitätspartner der Rad WM

Frequency, NovaRock, Vienna City Marathon – die Liste an Veranstaltungen, die der ÖAMTC als Mobilitätspartner bereits begleiten durfte, ist lang. Dementsprechend groß ist aber auch die Erfahrung im Umgang mit Großevents. Helmut Beigl, Leiter der ÖAMTC Mobilitätsinformationen, erklärt die Bedeutung von Vorab-Informationen: „Rund 60% der Besucher einer Veranstaltung informieren sich bereits vorab. Wir bieten zielgruppenspezifische Verkehrsinformationen via Website, App und über soziale Medien. Für die Rad WM haben wir auch unser internationales Netzwerk zu den benachbarten Mobilitätsclubs genutzt.“ Prinzipiell sind alle Straßensperren, die aufgrund der Rad WM notwendig sind, und auch alle temporären Parkplätze, die für die WM geschaffen wurden, bereits in das System der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) integriert. Während der WM versorgen Polizei und Veranstalter die Verkehrsauskunft mit permanenten Updates und Aktualisierungen. Und genau an dieser Stelle kommen die Serviceanwendungen des ÖAMTC ins Spiel: Mit der ÖAMTC App und über maps.oeamtc.at erhalten Anrainer, Durchreisende und Besucher Verkehrsinformationen in Echtzeit. Bereits jetzt sind sich Polizei, Veranstalter und ÖAMTC einig: Wer die Möglichkeit hat, sollte in der WM-Woche auf nicht notwendige Fahrten verzichten, Termine eventuell verschieben und Einkäufe außerhalb der Rahmensperrzeiten erledigen. Die öffentlichen Verkehrsmittel, die eigenen zwei Beine oder das Rad sind eine gute Alternative zum Auto.

Mobil während der WM: Die öffentlichen Verkehrsmittel machen es möglich

Rund 6%, also 200 der 3.500 Haltestellen des öffentlichen Verkehrs in Tirol, werden durch die Rad WM tangiert. Insbesondere in Innsbruck und den umliegenden Gemeinden kommt es zu weitreichenden Umstellungen und Umleitungen der Fahrpläne. Es ist deshalb ratsam, sich möglichst früh mit den Änderungen auseinanderzusetzen und die eigene Mobilität dementsprechend zu planen. „Für die IVB bedeutet die Rad WM natürlich eine logistische Herausforderung. Vor allem an den acht Renntagen wird es zu erheblichen Einschränkungen im Stadtgebiet kommen. Wir versuchen, unsere Fahrgäste schon frühzeitig über Umstellungen und Alternativen zu informieren und werden zum Beispiel bereits ab dieser Woche an allen Haltestellen der IVB die Umleitungen tagesaktuell auflisten“, erklärt IVB-Geschäftsführer Martin Baltes. Alexander Jug, VVT-Geschäftsführer unterstreicht diese Einschätzung und verweist auf die bereits aktualisierten Serviceanwendungen von IVB und VVT: „Wir raten unseren Fahrgästen wirklich dringend dazu, sich vorab zu informieren, damit es während der Rad WM keine bösen Überraschungen gibt. Wichtig ist dann auch der tägliche Check vor Fahrtantritt via App oder Website. Die Daten werden nämlich laufend aktualisiert. Wer gut informiert ist, kann die Rad WM genießen.“ Nützliche Instrumente dafür sind die Websiten von IVB  und VVT sowie fahrplan.ivb.at und die VVT SmartRide App für Fahrplanauskünfte in Echtzeit. Alle Umleitungen und Sperren während der Rad WM wurden im System bereits berücksichtigt und schon jetzt können jene Strecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, individuell vorausgeplant werden. Natürlich stehen auch die KundInnencenter von IVB und VVT bei Fragen jederzeit zur Verfügung (IVB +43 512 53 07-600 / VVT +43 512 56 16 16).

Betreuung gesichert – Schulen und Kindergärten sind informiert

Der Schul- und Kindergartenbetrieb in Tirol läuft während der Rad WM normal weiter. Aber auch hier ist die rechtzeitige Information vorab wichtig. Von den Straßensperren sind nämlich auch Schulwege und Bereiche in unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten betroffen. Die Abteilung Bildung des Landes Tirol hat die Pflichtschulen und Kindergärten bereits vor den Sommerferien informiert. Zum Schulbeginn gibt es eine zweite Information an die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen weiß Paul Gappmaier, Leiter der Abteilung Bildung beim Land Tirol: „Die DirektorInnnen und KindergartenleiterInnen sind über die verkehrstechnischen Herausforderungen während der WM informiert. Wenn Verkehrseinschränkungen dies nötig machen, sind Diensteinteilungen so zu treffen, dass die Betreuung der Kinder gewährleistet ist. Falls Eltern noch nicht informiert wurden, wie die WM die eigene Schule / den eigenen Kindergarten betrifft, lohnt es sich bei der Schulleitung nachzufragen.“

Bevölkerungsinformation auf allen Kanälen

Egal wie man sich informieren möchte – ob online, telefonisch oder persönlich – wer Informationen zur Rad WM sucht, bekommt sie. So gibt es neben der Website und einem Call-Center, auch Infostände am Hauptbahnhof, in den Rathaus Galerien, im Sillpark, an Samstagen am Wiltener Platzl, im Kaufhaus Tyrol und im Infobüro TVB Igls. Zusätzlich finden auf Initiative von Bürgermeister Georg Willi nach der Info-Welle im Juni nochmal vier Infoabende im Großraum Innsbruck statt. Die Öffnungszeiten der Infopoints und alle Details zu den Infoabenden sind HIER abrufbar. „Zusätzlich gibt es eine eigene Service-Ausgabe des Innsbruck informiert, tirolweite Beilagen in diversen Medien sowie einen Rad WM Postwurf an die Innsbrucker Haushalte und die Umlandgemeinden“, erklärt Andreas Klingler, GF der Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH. „Streckenplakate kennzeichnen bereits alle Straßen, die in Tirol im Zuge der Rad WM befahren werden. Dass die Rad WM stattfindet, hat mittlerweile hoffentlich jeder mitbekommen. Jetzt bitten wir aber auch darum, dass die vielen verfügbaren Informationskanäle genutzt werden. Nur so kann die Veranstaltung das Radsportfest werden, das wir uns für Tirol wünschen.“

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